Tim Lahr

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Bernd Franzen

(Vorsitzender Presbyterium/Prädikant)

 

Prädikant Bernd Franzen lebt seit über 30 Jahren in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll. Offizielles Gemeindemitglied ist er seit 2007 – nach einer bemerkenswert kurzen Phase der Konfessionslosigkeit von genau zwei Stunden. So lange dauerte der Weg vom Amtsgericht nach einem Kirchenaustritt bis zur Eintrittsstelle an der Antoniterkirche, wo er in die Evangelische Kirche eintrat. Seit 2008 gehört er dem Presbyterium an, seit 2024 ist er dessen Vorsitzender.

 

Aufgewachsen in der Aachener Gegend, lebte Bernd Franzen nach dem Abitur zunächst zwei Jahre in einer Ordensgemeinschaft in Paderborn. Als für ihn klar wurde, dass ein Leben in einer so engen Gemeinschaft für ihn nicht auf Dauer passend ist, studierte er in Köln Biologie und Geographie – und blieb der Liebe wegen in der Stadt und in der Gemeinde. Aus dieser Liebe gingen auch zwei Töchter hervor.

 

Beruflich wurde er Spezialist für „kleine Tiere“: Käfer und andere Insekten. Nach dem Studium arbeitete er als freiberuflicher Biologe, später über einen Umweg in der Erstellung von Umweltgutachten vor allem als Berater für Unternehmen der Abfallwirtschaft bei Fragen und Problemen rund um Insekten. Diese Tätigkeit übt er bis heute in kleinerem Umfang aus. Sein beruflicher Schwerpunkt liegt inzwischen auf seiner Arbeit als Yoga- und Meditationslehrer.

 

Von Ende der 1990er bis Mitte der 2010er Jahre war Bernd Franzen in einer großen, deutschlandweit aktiven Patientenvereinigung tätig, zuletzt im Vorstand. Mit dem Ende dieser Aufgabe wurden Kapazitäten frei, die er 2016 nutzte, um sich zum Prädikanten ordinieren zu lassen. Er ist Geistlicher Begleiter in der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat eine Seelsorgeausbildung und ist seit Neuestem auch als Kontemplationsbegleiter tätig.

 

Spiritualität liegt ihm besonders am Herzen. Für ihn braucht Glaube eine Praxis, damit er sich entfalten kann – und einen Ort, an dem Menschen Kraft schöpfen können. Gemeinde kann ein solcher Ort sein. Diesen Ort zu gestalten und weiterzuentwickeln ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Die aktuellen Entwicklungen in unserer Gemeinde, neue Wege, das Überwinden von Berührungsängsten und notwendige Veränderungen begleitet er mit großer Neugier und dem Wunsch, aktiv mitzugestalten. Was daraus entsteht, empfindet er als erfrischend. Denn Kirche ist für ihn kein Gebäude – Kirche will gelebt sein.

 

Glaube hat Folgen.

Bernd Franzen orientiert sich dabei an Johannes 13,34–35:
„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“

 

Liebe ist für ihn ein Maßstab. Sie ist nicht zuckersüß, sondern kann anstrengend sein. Sie ist aber nie herabwürdigend, stellt sich nicht über andere und ist nicht dogmatisch – sondern fragt nach den Bedürfnissen der Menschen. Das will gelebt werden – gerade in dieser Zeit.
Bernd Franzen ist überzeugt: Diese Gemeinde ist dafür der richtige Ort.